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Festdame auf Zeit: Was eine Beratung vor dem Vereinsfest zeigt
Der Herbst ist bei uns die Zeit der Vorfragen. Die Tage werden kürzer, und in den Vereinen rund um Cham wird geplant: die Faschingssaison, das Gründungsfest, der Ball im neuen Jahr. Dann ruft jemand an oder steht mit einem leicht besorgten Lächeln im Laden. „Man hat mich gefragt, ob ich Festdame werde. Ich habe zugesagt. Und jetzt?“
Die Beratung, die darauf folgt, verläuft oft ähnlich. Wir fragen zuerst nicht nach dem Kleid, sondern nach dem Anlass. Was ist Ihre Aufgabe an dem Abend? Zieht der Hofstaat ein, steht man lange am Rand, wird getanzt, fährt man vielleicht auf einem Wagen mit? Gibt es eine Vereinsfarbe? Stellt der Verein eine Schärpe oder einen Umhang? Viele Damen wissen das selbst noch nicht genau. Dann lautet der erste Rat: Fragen Sie beim Vorstand oder bei der Vorsitzenden nach, bevor Sie die erste Anprobe machen. Ein Anruf spart später manchen Umweg.
Erst die Absprache, dann die Anprobe
Bei einem Hofstaat tragen selten alle Damen dasselbe, und das ist auch gut so. Jede hat eine andere Figur, einen anderen Geschmack, ein anderes Gefühl dafür, was sich an ihr richtig anfühlt. Wir erleben es immer wieder: Wird die Farbe festgelegt, aber nicht der Schnitt, sieht die Gruppe am Ende geschlossen aus und jede Einzelne trotzdem wohl. Wird dagegen ein Modell für alle bestimmt, passt es meist nur einigen.
Deshalb raten wir dazu, sich im Verein auf wenige Dinge zu einigen. Die Farbe gehört dazu und die ungefähre Länge. Auch die Frage, ob der Ausschnitt eher ruhig bleiben soll, weil Schärpe, Kette oder Orden darauf liegen, sollte vorher geklärt sein. Alles Weitere kann jede Dame für sich entscheiden.
Wenn mehrere Damen gemeinsam kommen, ist das übrigens eine schöne Sache. Man sieht sofort, wie die Farbe nebeneinander wirkt, und niemand muss später am Foto feststellen, dass drei verschiedene Rottöne dabei sind. Fragen Sie in diesem Fall gern gemeinsam einen Termin an. Wir bestätigen ihn Ihnen, und dann nehmen wir uns für die Gruppe die Zeit, die sie braucht.
Was in der Anprobe wirklich zählt
Ein Kleid für ein Vereinsfest muss mehr aushalten als ein Kleid für einen Abend am Tisch. Man steht, geht, hebt den Arm zum Gruß, setzt sich, steht wieder auf, tanzt vielleicht eine Runde. Deshalb probieren wir das auch so an. Bitte machen Sie das im Laden ruhig vor dem Spiegel mit, so albern es sich zunächst anfühlt.
- Arme heben und nach vorn strecken: Spannt es an Schulter oder Rücken?
- Hinsetzen, am besten auf einen normalen Stuhl: Rutscht das Kleid hoch, drückt der Bund?
- Ein paar Schritte gehen, drehen, eine Stufe steigen: Bleibt der Saum, wo er sein soll?
- Ihre Schuhe mitbringen: Die Länge hängt von der Absatzhöhe ab, und das lässt sich später nur mit Aufwand korrigieren.
Und noch etwas, das gern übersehen wird: das Licht. Ein Festzelt, ein Saal mit Spots und ein Platz im Freien lassen dieselbe Farbe ganz unterschiedlich aussehen. Ein Stoff, der im Laden zart schimmert, kann unter Scheinwerfern hart glänzen. Schauen Sie sich das Kleid daher auch einmal am Fenster an, nicht nur unter der Ladenbeleuchtung. Fragen Sie uns ruhig danach, wir sagen Ihnen offen, was uns auffällt.
Änderungen, Wetter und der Tag selbst
Selten sitzt ein Kleid vom Bügel an ohne jede Anpassung. Das ist normal. Der Saum wird auf die Schuhe abgestimmt, ein Träger kürzer genommen, die Taille ein wenig eingenommen. Dafür haben wir eine eigene Änderungsschneiderei. Der Vorteil für Sie: Wir sprechen die Wünsche an der Anprobe direkt durch, stecken ab und sehen, was möglich ist. Planen Sie dafür etwas Luft ein und kommen Sie nicht erst in der Woche vor dem Fest. Eine Dame, die entspannt in ihr Kleid steigt, tritt auch entspannter auf.
Denken Sie außerdem an das, was zwischen Garderobe und Saal liegt. Ein Einzug im Februar im Freien verlangt eine Stola oder Jacke, die zum Kleid passt und die Farbe nicht stört. Wer im Sommer auf dem Festplatz steht, ist dankbar für einen Stoff, der nicht klebt. Das sind keine Nebensachen. Sie entscheiden darüber, ob Sie sich den ganzen Abend über gern fotografieren lassen oder bei jedem Blitz überlegen, wo Sie sich verstecken können.
Was wir aus den Gesprächen mitnehmen, ist eigentlich einfach. Die Damen, die sich im Kleid am wohlsten fühlen, haben vorher drei Dinge geklärt: die Aufgabe, die Absprache im Verein und die eigene Bewegungsfreiheit. Mit dem Kleid selbst geht es dann meist schneller, als man denkt.
Wenn Sie als Festdame gefragt wurden, im Hofstaat dabei sind oder für Ihren Verein ein Kleid suchen, kommen Sie gern zu einer persönlichen Beratung zu uns an den Marktplatz 15 in Cham. Sie können telefonisch unter 09971 6666 einen Termin anfragen, wir bestätigen ihn Ihnen. Bringen Sie Schuhe mit, und wenn möglich ein Foto der Vereinsfarbe oder der Schärpe. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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